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Reisen

Schaurig-schönes Wien – Orte in Wien mit Gänsehaut-Garantie

Du magst schaurig-schöne Orte mit ein bisschen Nervenkitzel, liebst die Atmosphäre auf einem Friedhof und googlest vor einem Städtetrip immer erst einmal “Katakomben in xy“? Dann habe ich hier düstere und atmosphärische Ort in Wien, die du auf deinem Kurztrip nicht verpassen solltest.

Vor allem im Abendlicht atmosphärisch: Der Zentralfriedhof.

1. Zentralfriedhof 

Zweieinhalb Quadratkilometer Größe und über 330.000 Grabstätten: Der Wiener Zentralfriedhof ist einer der größten und bekanntesten in ganz Europa. Zur Zeit seiner Eröffnung 1874 war er sogar der größte europäische Friedhof seiner Zeit. Auf dem Friedhof könnte man problemlos einen ganzen Tag verbringen. Alternativ sucht man sich auf dem Plan die Orte heraus, die man besonders interessant findet. Von buddhistischen Abteilungen über Ehrengräber bis hin zu Anatomiegräbern und Präsidentengruft gibt es vieles zu entdecken. Das markanteste Gebäude ist die Karl-Borromäus-Kirche, die man schon von Weiten am Ende der Allee stehen sieht. Der Wiener Zentralfriedhof ist in verschiedene Bereiche unterteilt, darunter der evangelische, der katholische und der jüdische Friedhof.

Der alte jüdische Teil am Tor 1.

Es gibt auch spezielle Bereiche für Künstler, Wissenschaftler und andere Gruppen. Besonders berühmt sind die Grabstätten von Komponisten wie Mozart, Beethoven, Strauss oder Schubert und von Prominenten wie Udo Jürgens oder Falco. Besonders atmosphärisch und auch ein wenig gruselig wird es, wenn die Sonne schon tief am Himmel steht und die Schatten immer länger werden. Vor allem der alte jüdische Teil am Tor 1 zeigt sich dann von seiner schaurig-schönen Seite. Der Friedhof kostet keinen Eintritt, die Öffnungszeiten findest du hier. Auf der Homepage findest du auch Infos zum Audioguide.

2. Bestattungsmuseum

Auf dem Zentralfriedhof befindet sich auch das Bestattungsmuseum, das sich dem Begräbnis zwischen Tradition und Moderne widmet. Ausgestellt werden Kutschen, mit denen die Leichen transportiert wurden, Särge – von prunkvollen bis zu einfachen Klappsärgen, Totengewänder und skurrile Hilfsmittel wie Herzstilett und Rettungswecker aus Zeiten, in denen man den Toten nicht so ganz traute. Das interaktive Museum hat leider regulär nur donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet und kostet 9 Euro Eintritt. Montags und mittwochs finden Führungen statt. Mehr Infos hier.

Einblick in die Kapuzinergruft

3. Wiener Grüfte

In Wien hast du gleich an mehreren Orten die Gelegenheit „Gruftn schauen“ zu gehen. Die Führungen in Katakomben unter dem Stephansdom sind immer gut besucht, in der Kapuzinergruft inklusive dem Grab von Kaiserin „Sisi“ kannst du auch auf eigene Faust die prunkvollen Sarkophage bewundern. Mein absoluter Favorit, und vielleicht auch die gruseligste Gruft, ist die Michaelergruft, in der du nicht nur wunderschön bemalte Holzsärge, sondern auch Mumien in Seidenkleidern zu sehen bekommst. Hier bekommst du noch einmal die schönsten Wiener Grüfte im Überblick.

Einfach mystisch und wunderschön!

4. Canova-Grab

Ein wenig versteckt in der Augustinerkirche befindet sich das Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine des Bildhauers Antoni Canova. Genaugenommen handelt es sich bei dem Grab um einen Kenotaph, also ein Denkmal ohne sterbliche Überreste. Du kannst kostenlos in die Kirche, das Denkmal befindet sich dann auf der rechten Seite des Kirchenschiffs. Ich liebe dieses klassizistische Meisterwerk der Grabkunst. Was für eine Atmosphäre!

Der Wiener Narrenturm. Bild: PaulT (Gunther Tschuch)

5. Narrenturm

Ursprünglich wurde der Narrenturm als Anstalt für psychisch kranke Menschen genutzt, die hier in Zellen untergebracht und mit heute schockierenden Methoden behandelt wurden. Heute beherbergt der Narrenturm das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum, das eine Sammlung von Präparaten und Exponaten aus der medizinischen Forschung und Pathologie zeigt. Neben Präparaten mit Missbildungen und Krankheiten, widmet sich das Museum auch der Historie der Medizin und des Turms gleichermaßen. Das Museum bietet auch Führungen durch die Sammlung an. Der Eintritt kostet 8 Euro, die Öffnungszeiten findest du hier.

Der Friedhof der Namenlosen in Wien. Bild: HeinzLW

6. Friedhof der Namenlosen

Wo auf dem Zentralfriedhof große Namen zu lesen sind, ist auf dem Wiener Friedhof der Namenlosen das genaue Gegenteil der Fall. Er wurde im 19. Jahrhundert als Begräbnisstätte für unbekannte Tote errichtet, die hier immer wieder aus der Donau geborgen wurden. Die Gräber auf dem Friedhof am Alberner Hafen sind schlicht gehalten, ohne individuelle Namen oder Inschriften. Stattdessen sind sie mit Nummern gekennzeichnet. Die letzte Bestattung fand hier 1940 statt. Wenn heute unbekannte Leichen aus dem Fluss gezogen werden, werden diese auf dem Zentralfriedhof begraben.

Eine der Mumien im KHM.

7. Kunsthistorisches Museum

Das Kunsthistorische Museum ist immer einen Besuch wert. Schaurig-schön ist es vor allem in der Ägyptisch-orientalischen Sammlung, die über den größten Bestand an ägyptischen Mumien außerhalb Ägyptens verfügt. Hier gibt es mehr Infos zu den Öffnungszeiten, reguläre Tickets kosten 21 Euro.

Gruselige Führungen in Wien

Am meisten über die Geschichten und Anekdoten einer Stadt erfährt man bei Führungen. In Wien gibt es gleich eine Reihe an Gruselführungen. Schau doch mal hier rein.

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